Ertüchtigung von Luftvorwärmern
Luftvorwärmer sind für den effizienten Betrieb eines Kraftwerks von erheblicher Bedeutung. Oft verändern sich mit der Zeit die Leistungsanforderungen, in den meisten Fällen aufgrund veränderter Betriebszyklen oder der Verwendung anderer Brennstoffe. Howden verfügt über eine erfahrenes Team von Ingenieuren und Anwendungstechnikern, die den Luftvorwärmer komplett an die neuen Bedingungen anpassen können.
Die Aufrüstung oder Ertüchtigung eines Luftvorwärmers zur Steigerung der Kesselleistung rentiert sich immer. Die beiden zu diesem Zweck am häufigsten angewandten Methoden sind die Steigerung der thermischen Leistung und die Verringerung von Leckagen.
In vielen Fällen kann die Wärmerückgewinnung in einem Luftvorwärmer durch Einbau von leistungsfähigeren Elementen und/oder durch eine größere Gesamttiefe und bessere Raumausnutzung innerhalb des Rotors erreicht werden, wodurch der Gesamtwirkungsgrad des Kessels steigt.
Viele Luftvorwärmerkonstruktionen neigen mit steigender Betriebsdauer zu Dichtigkeitsverlusten (erheblicher Anstieg der Undichtigkeit über einen bestimmten Zeitraum). Dies kann den Kesselbetrieb auf unterschiedliche Art und Weise beeinträchtigen, z. B. durch erhöhte Leistungsaufnahme des Kesselgebläses, erhöhte Geschwindigkeiten in den Filtern, verringerten Heißluft-Volumenstrom in die Mühlen oder geringere Toleranzen der Abzugsventilatoren. Durch Einsatz unseres ausgereiften Howden VN-Dichtungssystems können diese Probleme reduziert oder beseitigt werden.
Die Ertüchtigung der Luftvorwärmer unter Verwendung unserer neuesten Technik bietet folgende Vorteile:
- Verringerte Leistungsaufnahme des Kesselgebläses und dadurch Steigerung der Wirkleistung.
- Geringere Strömungsgeschwindigkeiten des Gases, dadurch höherer Abscheidegrad der Filter und geringere Staubemission über den Schornstein.
- Verringerung des Temperaturübergangs durch Luftleckagen, dadurch Reduzierung des Korrosionspotentials nach dem Luftvorwärmer.
- Verringerung von Leckagen, dadurch höherer Luftvolumenstrom an den Mühlen zum Transport des pulverisierten Brennstoffs an die Brenner (insbesondere bei Verfeuerung nasser Kohle), so dass etwaige Defizite in der Kraftwerksleistung wieder kompensiert werden.
- Reduzierter Volumenstrom durch die Kesselgebläse und Saugzugventilatoren durch Verringerung von Leckagen, dadurch kein Abfall der Kraftwerksleistung durch Überlastung der Ventilatoren.
- Vor Nachrüstung einer dem Kessel nachgeschalteten Entschwefelungsanlage ist zu berücksichtigen, dass erhöhte Leckagen im Luftvorwärmer eine unnötige Vergrößerung der Anlage mit sich bringen.
- Durch Ertüchtigung des Dichtungssystems kann daher die benötigte Entschwefelungsanlage kleiner ausgelegt werden, was zu entsprechenden Kosteneinsparungen führt.