Verbesserungen am Luftvorwärmer – Kraftwerk Shentou, China
An den Luftvorwärmern des Kraftwerks Shentou traten übermäßige Leckagen auf, die auf Erosion der Dichtungsoberflächen zurückzuführen waren. Durch die Umrüstung auf das VN-Dichtungssystem von Howden konnten die Leckagen von 17% auf 6% reduziert werden.
Das Kraftwerk Shentou Nr. 2 besteht aus zwei Blöcken mit einer Leistung von jeweils 500 MW, die mit Kohle aus der Region betrieben werden. Der hohe Ascheanteil im Rauchgas war eine der Hauptursachen für die Erosion, die zu Leckagen in den beiden regenerativen Vier-Sektor-Luftvorwärmern führte, die den Auslegungswert wesentlich überschritten. Zudem wurde festgestellt, dass die Parallelanordnung der Sektorplatten keine effektive Abdichtung brachte.
Daher sollten mehrere Merkmale von Howdens VN-System in den vorhandenen Luftvorwärmern verwendet werden. Die radialen und axialen Sektorbleche, die Primär- und Sekundärluft trennen, mussten auf Grund von Erosion ausgetauscht werden. Daher wurde beschlossen, die Sektorbleche zu erweitern und die Anzahl der Radialbleche im Rotor zu erhöhen, um über den gesamten Radius eine doppelte Abdichtung zu erreichen. Die Verringerung des freien Rotorbereiches durch die Erweiterung war unbedeutend. Die Wirkung einer doppelten Dichtung besteht in der Reduzierung des Druckverlusts über die einzelnen Dichtungen, wodurch die Geschwindigkeit der auf die Sektorbleche und andere Bauteile treffenden Partikel verringert wird, was zu einem wesentlich geringeren Verschleiß führt. Erosion der Zahnstange am Rotorkranz war ein weiteres Problem. Als Abhilfe wurde der Wärmetauscher mit unserem Mittelantriebssystem umgerüstet.
Bei dieser Konfiguration liegen alle Antriebskomponenten am oberen Ende der Welle, außerhalb des Gasstroms. Ein weiter Vorteil liegt darin, dass die Axialdichtungen über die gesamte Rotorlänge verlaufen können, wodurch die Gesamtabdichtung verbessert wird.
Luft-Gas-Leckagen wurden von 17% auf weniger als 6% reduziert. Primärluft-Sekundärluft-Leckagen wurden um 25% reduziert, was sich in der Verringerung der Motorstromaufnahme von 320 auf 240 A je Ventilator widerspiegelte. Dies entsprach einer Einsparung von 1200 kW pro Kessel, und bei Berücksichtigung der Luftgebläse und Saugzuggebläse wurden Energieeinsparungen von insgesamt 1600 kW erreicht.